Ja, ihr habt richtig gelesen! Diesen Beitrag widme ich ganz dem Fahrrad fahren in Odense bzw. auf ganz Fünen. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Da können sich selbst Göttingen oder Groningen, die für mich schon Fahrrad freundliche Städte sind, mehrere Scheiben abschneiden.
Sogar eine Fahrradabbiegerspur
Hej
Kleine Pause
Der Weg zu Uni vom Bahnhof (Länge ca. 5km)
Außerdem gibt es so gut wie an JEDER Ampel eine Fahrradampel bzw. extra Fahrradspuren (sogar fürs abbiegen).
Fahrradampel
Fahrradspur
Luftpumpe am Straßenrand
Nicht nur in Odense sind die Fahrradwege super. Auch auf dem Land sind sie toll ausgebaut und man kann ohne Probleme neben Landstraßen fahren ohne Angst vor LKW’s etc. zu haben. Auf dem Weg zum Schloss Egeskov (zu dem folgt auch noch ein Beitrag) bin ich damals mit meiner Mutter an dem schönsten Blühstreifen vorbei gefahren, den ich jemals gesehen habe!
Der SCHÖNSTE Blühstreifen, den ich jemals gesehen habe!
Wer in Dänemark lebt braucht auf jeden Fall ein Fahrrad. Meine eine Mitbewohnerin lebt hier seit 5 Wochen und hat kein Fahrrad, da sie kein Fahrrad fahren kann. Wir werden es ihr noch beibringen, keine Sorge.
Ansonsten ist Uni momentan echt viel. Wir haben viele Abgaben und Hausaufgaben, da in zwei Wochen Herbstferien sind und wir davor noch einiges machen müssen. Es ist wirklich eine Herausforderung einen Überblick über die ganzen unterschiedlichen Deadlines und Assignments zu behalten. Wenn ich das schon, als SEHR organisierte Person sage, dann will das was heißen. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Herbstferien. Eine Woche durchatmen und Uni aufarbeiten. Ich bin froh, dass ich nicht wegfahre. Wir wollen vielleicht 2-3 Tagestrips machen, aber mehr auch nicht. In dem Fach Eco-efficient Engineering habe ich leider mega den Nachteil, weil ich in meinem Bachelor NIE mit Excel gearbeitet habe und das ist hier in Dänemark etwas ganz normales ist. Die Basics kann ich, aber dann hört es auch auf. Hier in Dänemark wird alles mit Excel berechnet und dargestellt. Selbst die Klausuren werden mit Excel gemacht. Nichts wird mit Blattpapier und Hand berechnet, sondern alles mit Computern und dann als PDF abgegeben.
Donnerstag Abend bin ich noch in die Stadt gegangen. Es ging in den Old Irish Pub mal wieder. Der ist echt toll. Unten ist es eine ganz normale Kneipe, aber oben ist es eher wie ein Club. Was ich an dieser Stelle vielleicht auch nochmal erwähnen muss, dass es hier wirklich keine Corona Maßnahmen mehr gibt. Keine Maskenpflicht, keine Einschränkungen beim Ausgehen oder sonst wo. Man kann wieder richtig leben und das genieße ich extrem. Freitagabend ging es nur in die Uni zur Friday Bar. Sie ist immer von 14.00 Uhr bis 23.00 Uhr geöffnet und dem entsprechend sieht es ab mittags in der Uni auch aus. Da findet man schon die eine oder andere Bierdose. Samstag war ich beim Sportfest von der Uni. Angetreten bin ich mit meinen Kommilitonen bei Wikingerschach. Leider haben wir es nicht ins Finale geschafft. Zwischendurch konnten wir aber zum Beispiel Sumoringen, wie ihr auf dem Bild unten sehen könnt.
READY
STEADY
GO!
Heute (Sonntag) war ein extrem produktiver Tag. Da ich gestern nicht mehr abends in Stadt war, sondern mal zu Hause geblieben bin, konnte ich heute viel mehr schaffen. Morgens habe ich erstmal ein bisschen dänisch mit Babbel gelernt und ein Buch gelesen. Bei dem Buch handelt es sich um eine Lektüre, von der ich auch in der ersten Woche von unserem Professor geschenkt bekommen haben. Factfulness heißt das Buch und wir haben es nur für unseren privaten Gebrauch bekommen. Nachdem ich nun die ersten 60 Seiten gelesen habe, kann ich mit Gewissheit sagen, dass das Buch super spannend ist. Das Buch handelt von dem Widerlegen von pauschal Annahmen wie, dass die Reichen immer reicher werden, die Armen immer ärmer, dass es immer mehr Kriege, Gewaltverbrechen und Naturkatastrophen gibt. Er widerlegt diese Aussagen mit Statistiken von der Weltgesundheitsorganisation oder den Vereinten Nationen zum Beispiel.
Heute Nachmittag war ich 6 Stunden in der Uni und habe gelernt bzw. hatte Gruppenarbeit. Unten links seht ihr meine Lernecke, wo ich gelernt habe. Freitag habe ich mir wieder etwas von Too Good To Go gekauft. Rechts seht ihr meine Ausbeute. Das Alles für nur 3,90€. Habe ich schon erwähnt, dass ich die App LIEBE!? 😀
Lernecke von heute
Too Good To Go Ausbeute
So viel zu den letzten paar Tagen. Oben auf der Homepage habe ich erneut eine Seite hinzugefügt. Nun könnt ihr unter Studieren an der SDU mehr über meine Uni und meinen Studiengang lesen. Schaut da gerne mal vorbei.
Ich weiß nicht ob ich es schon mal erzählt habe, wenn ja, dann Pech, ich erzähle es nochmal. 😛 Da ich immer 2×10 Kronen (2,60€) zahlen muss, um bei mir zu Hause waschen zu können, ist es jedes Mal eine Herausforderung 10 Kronenstücke zu bekommen. Mit Bargeld zahlt man hier nicht, außerdem kann ich auch nicht gebührenfrei abheben, weshalb ich sowieso kein Bargeld habe. Um also an 10 Kronenstücke zu kommen, habe ich mir was ganz schlaues überlegt… Ich kaufe jetzt immer zwei Brotdosen (jeweils 75 Kronen) bei meinem Supermarkt und gebe sie in der gleichen Aktion wieder zurück und bekomme so das Bargeld und das lasse ich mir dann in 10 Kronenstücke auszahlen. So habe ich also 15 x 10 Kronenstücke bekommen. 😛 Genial oder? Mehr als 15x 10 Kronen gibt der Supermarkt aber nicht gleichzeitig raus, da sie die ja für andere Kunden auch noch brauchen. Mit 20 Kronen kann ich zwei Stunden waschen. Das ist einmal eine heiße Wäsche für Handtücher, Bettwäsche und Unterwäsche oder 3 Mal 35 Minuten 40°C Expresswäsche, alles ausgefuchst. Allerdings darf man auch nicht ausversehen ein Waschprogramm das über 2 Stunde geht anmachen, denn dann geht die Waschmaschine mittendrin aus. Ihr könnte euch freuen, ich habe die neue Seite Foto Archiv oben auf meinem Blog hinzugefügt. Dort habe und werde ich im Laufe der Zeit die coolsten Fotos einfügen. So bekommt ihr einen kurzen Einblick und Zusammenfassung von den letzten paar Wochen.
Venlig hilsen
Esther
P.S. Gestern Abend haben wir wieder Doppelkopf gespielt 😛
Eine ganz klare Ausflugsempfehlung in Odense ist die Markthalle Storms am Hafen. Lokalisiert ist die Street Food Halle nahe des Hafens (hinterm Bahnhof) in einer alten Industriehalle. Anzufinden sind dort ca. 20 Essenstände von Burger, Thailändisch, Chinesisch bis hinzu einem Waffelstand der sich für einen grandiosen Nachtisch anbietet.
Street Food Hall – Storms Pakhaus
Die Preise sind zwar immer noch höher als in Deutschland aber im Vergleich zu einem Restaurant hier in Dänemark deutlich verträglicher. Ich hatte ein Hähnchencurry mit Reis und habe dafür umgerechnet 8 Euro gezahlt. Das war wirklich vollkommen in Ordnung. Bei schönem Wetter gibt es die Möglichkeit draußen zu essen. Es ist auch nicht notwendig dort Essen und Trinken zu kaufen, denn es ist erlaubt Mitgebrachtes zu verzehren. Meine Empfehlung eine Flasche Wein im nächstgelegenen Supermarkt zu kaufen und sich in der Halle etwas zu Essen zu gönnen, denn ein Glas Wein kostet dort ca. 10 Euro. 😛
Ich bin nun einen Monat hier in Dänemark und bin zu 100% zufrieden. Mein Wohnheim ist toll! Die Stadt ist wunderschön! Die Uni ist auch viel besser als in Deutschland. Das einzige was echt nicht so gut ist, sind die Preise. Ich werde mich nachher mal an meine Ausgaben für diesen Monat setzen und neben natürlich viele Sonderausgaben, die ich diesen Monat hatte, interessiert mich am meisten wie viel ich für Essen ausgegeben habe. Einige meiner Mitbewohner haben schon einen Job bzw. sind auf der Suche nach einem. Ich denke damit werde ich mir aber noch ein wenig Zeit lassen. Die Jobs die sie machen, sind Kellnern, Essen ausliefern und Burger braten. Wenn ich einen Job will, dann eher einen an der Uni oder im Zoo 😀 . Außerdem will ich erstmal bisschen Dänisch lernen, da ich so leichter einen Job bekommen werde. Apropos Dänisch lernen… In zwei Tagen habe ich ein Einstufungsgespräch in welchen Dänisch Kurs ich komme. Ich meinte zwar schon erwähnt, dass ich blutiger Anfänger bin, aber ich denke dieses Gespräch ist ein Pflichtgespräch. Ich bin sehr gespannt. So langsam wird es auch bei mir ruhiger. Ich nehme nicht mehr jede Party mit und fange jetzt schon an ein bisschen zu sortieren. Am Anfang ist das nun mal sehr wichtig alles mitzunehmen was geht, um so viele Leute wie möglich kennen zu lernen. Mich freut es wirklich sehr, dass der Blog so regelmäßig gelesen wird. Ich merke zwar auch so langsam, dass jeden Tag etwas zu schreiben doch schwierig wird, was aber auch kein Problem wird. Ich kann mir vorstellen, dass es sich auf Dauer auf zwei Tage die Woche einpendeln wird (zum Beispiel Sonntag und Donnerstag). Wenn ihr mal ein Thema habt, über die ich schreiben kann oder Fragen zu meinem Alltag habt, dann schreibt das gerne in die Kommentare. Am Freitag war ich mit ein paar meiner Mitbewohner wieder in der Friday bar in der Uni und wir haben endlich geschafft ein cooles Foto zu machen. Ich liebe es!
Venlig hilsen
Esther
Dänisch lernen mit Esther (wieder Vokabeln aus dem Kinderbuch)
So langsam wird es dann auch bei uns Herbst. Heute war es extrem stürmisch und so habe ich die Zeit genutzt mal ein bisschen aufzuräumen und Papierkram zu erledigen. Dabei ist mir ein Brief untergekommen, auf dem steht, dass ich zu einer Gebärmutterhalskrebsvorsorge gehen kann, wenn ich möchte. So viel zum Thema Gesundheitssystem. In Deutschland kommt es mir immer so vor, dass man den Arzt anflehen muss um eine vernünftige Vorsorge zu bekommen und hier wurde ich per Post darüber informiert. Da ich dagegen geimpft bin, werde ich die Vorsorge nicht in Anspruch nehmen aber trotzdem toll wie das hier gehandhabt wird. Um Zugriff auf mein Online Postfach zu bekommen, brauche ich neben meiner Krankenkassenkarte (hier Yellow Card genannt) auch noch weitere Zugangsdaten, die ich von der Behörde bekomme. Einen Termin konnte ich einfach Online machen und habe gleich eine Bestätigung aufs Handy bekommen. Again… Pluspunkt für Dänemark.
Gestern habe ich von meinem Mitbewohner ein dänisches Kinderbuch bekommen. Die heutigen Vokabeln stammen also daher. Außerdem haben wir eine kleine Märchenstunde gemacht und er hat mir ein anderes Kinderbuch vorgelesen. 😛
Das Foto rechts oben zeigt einen Kochtopf, den wir leider dort hinstellen mussten, da die Dusche oben bzw. die Rohre in der Decke undicht sind.. Ich habe dem Hausverwalter schon geschrieben.. Ich bin mal gespannt wann das repariert wird.
Wir haben es geschafft! Endlich haben wir einen Gefrierschrank. Es handelt sich dabei um einen Monstergefrierschrank. Der ist größer als unser Kühlschrank. Wir haben ihn letztes Wochenende gebraucht gekauft. Ich glaube der hat ca. 250€ gekostet. Gestern gab es auch erstmal Eis und wir konnten schon Essen einfrieren. Es hat sich also bereits sehr gelohnt.
Nächste Woche geht mein Dänisch Kurs los. Das wird auch echt höchste Zeit. Ich muss 200€ bei der Sprachschule hinterlegen, bekomme es aber wieder wenn ich die Prüfung bestehe. Ansonsten ist der Sprachkurs umsonst. Ich habe im Internet gelesen, dass seit 2 Jahr, der Sprachkurs umsonst ist. Ich kann ab jetzt die nächsten 3 1/2 Jahre Sprachkurse besuchen ohne etwas dafür zu bezahlen. Das haben die richtig toll gelöst.
Gestern haben wir polnische Maultaschen für 10 Leute gemacht. Das hat ca. 3-4 Stunden gedauert. Das Rezepte stammte von der Großmutter von der Freundin von einem meiner Mitbewohner. Die Freundin (Paula) hat uns gezeigt wie die Maultaschen gemacht werden.
Polnischer Abend 😛
Wir machen momentan als WG echt super viel zusammen. Am Sonntag habe ich eine große Portion Suppe gekocht.
Suppe essen mit der WG
Unser Briefkasten ist jetzt auch mittlerweile voll mit unseren Namen. 😀
Am Samstag waren Max, Chiara, Tatjana, Niklas und Ich noch spazieren. Tatsächlich das erste Mal, seit dem ich hier wohne. Das soll schon was heißen! Normalerweise gehe ich extrem viel spazieren. Der Park ist nicht 100 Meter von meinem zu Hause entfernt.